Matthias Hermle übergibt die operative Geschäftsführung der IMD AG an Marc Wymann

By September 23, 2021 IMDvista

IMD AG

Matthias Hermle übergibt die operative Geschäftsführung der IMD AG an Marc Wymann.

Der Firmeninhaber und Gründer, Matthias Hermle (Bild links), wird sich verstärkt der Aufgabe als aktiver Verwaltungsratspräsident der IMD AG und der CAPrint AG widmen.

Marc Wymann tritt am 1. November 2021 die Funktion als neuer CEO der IMD AG an. Nach einer Übergangszeit von 3 Monaten wird er die operative Geschäftsführung von Firmengründer, Matthias Hermle, übernehmen. Matthias Hermle wird sich dann verstärkt als aktiver Verwaltungsratspräsident der IMD AG und der CAPrint AG im strategischen Bereich engagieren und Innovationen vorantreiben.

Marc Wymann, angehender CEO IMD AG

Matthias Hermle, Inhaber und VRP IMD AG

Alles hat seine Zeit. Die IMD AG steht gut da, ist stabil und bereit, weiter zu wachsen. Nach über 25 Jahren an der Spitze der IMD AG ist für Matthias Hermle der perfekte Zeitpunkt gekommen, die operative Führung in neue Hände zu geben und sich dem strategischen Bereich zu widmen. Er wird die Geschäftsleitung aktiv unterstützen, um die IMD AG mittel- und langfristig für die Zukunft gut auszurichten. Er sieht viel Potenzial, Innovationen mal ganz anders anzugehen.

Mit Marc Wymann hat er einen Nachfolger gefunden, der perfekt in die IMD-Familie passt. Mit seiner Passion für Technik und Verkauf, dem Flair für Mitarbeiterführung, betriebswirtschaftlichem Know-how und einem Rucksack voll Führungserfahrung ist er bestens gerüstet, die IMD-Familie zusammen mit der gut eingespielten Geschäftsleitung, der Führungscrew und den Mitarbeitenden in die Zukunft zu führen.

«Ich komme nicht, um alles auf den Kopf zu stellen, ich komme, um das Bestehende zu begleiten und weiterzuentwickeln», meint Marc Wymann zu seinen Zielen. In der Einarbeitungszeit will er erst mal die Firma mit all ihren Mitarbeitenden, Kunden, Prozessen und all den weiteren spannenden Facetten kennenlernen und verstehen, wie der Markt funktioniert. Sein Hauptziel ist, das in den letzten 25 Jahren erfolgreich aufgebaute Unternehmen im Sinne des Firmengründers weiterzuführen, wo sinnvoll und möglich zu optimieren und, wo zielführend, auch neue Wege zu gehen.

Matthias Hermle neu in der Rolle als aktiver Verwaltungsratspräsident der IMD AG und CAPrint AG.

Alles hat seine Zeit. Nach über 25 Jahren wird sich Matthias Hermle aus dem operativen Geschäft zurückziehen, um sich dem strategischen Bereich zu widmen. Mehr dazu im Interview.

Kann Matthias Hermle wirklich loslassen? Seine Firma, die er in den letzten 25 Jahren zusammen mit seinem Team aufgebaut hat, einem neuen operativen Geschäftsführer überlassen? Lesen Sie selbst, was Matthias Hermle im Interview erzählt.

Der Plan sieht so aus: Marc Wymann tritt am 1. November 2021 die Funktion als neuer CEO der IMD AG an. Nach einer Übergangszeit von 3 Monaten wird er die operative Geschäftsführung von Firmengründer Matthias Hermle übernehmen. Matthias Hermle wird sich dann verstärkt als aktiver Verwaltungsratspräsident der IMD AG und der CAPrint AG im strategischen Bereich engagieren und Innovationen vorantreiben.

Matthias Hermle, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der IMD AG und der CAPrint AG

«Innovation ist für ein Hightech Kleinunternehmen in der Schweiz die einzige Chance, um zu überleben. Wir müssen immer und immer wieder besser sein als andere. Ich freue mich, wieder mehr Energie in Innovationen investieren zu können.»

Interview mit Matthias Hermle:

Weshalb dieser Führungswechsel und warum gerade jetzt?
Der Gedanke an einen Führungswechsel hatte ich schon länger. Dann galt es aber, die Firma sicher durch die Corona-Krise zu lenken. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt gekommen. Die Firma steht gut da, ist stabil und bereit, weiter zu wachsen. Nun ist es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Und zum Glück passt mein Timing perfekt zu den beruflichen Zukunftsplänen von Marc Wymann.

Wie sehen Sie die Zukunft der IMD AG?
Ich sehe in den nächsten 2 bis 4 Jahren ein grosses Wachstum. Wir werden uns auch noch breiter aufstellen können, weil die Grundtechnologie sehr vielseitig einsetzbar ist. Darauf haben wir stets gut geachtet und sind heute froh darum. In dem heute steigenden Bewusstsein der Circular Economy (Recycling) sind visuelle Prüfsysteme ein zentraler Bestandteil der Produktionsanlagen. Wir sind erst am Anfang, und speziell auch Artificial Intelligence (AI) wird noch vieles möglich machen, an das viele heute noch gar nicht denken. Gespräche mit Maschinenherstellern und Produzenten zeigen dies immer wieder eindrücklich auf.

Was heisst das für die langjährigen Kunden der IMD?
Eigentlich ändert sich für Kunden nicht viel. Ich werde die vielen grossartigen Kontakte und Freundschaften nicht abbrechen und werde sogar mehr Zeit haben, die Gespräche zu vertiefen, damit wir zusammen die Welt verändern können ((lacht)). Ich bin schon lange nicht mehr direkt an der «Front» und so werden ganz viele Kunden gar nicht viel merken. Wir haben die Kontakte schon lange breit auf unsere Mitarbeitenden verteilt, damit wir auch immer nahe beim Kunden und an den Projekten dran sein können.

Welche Aufgaben werden Sie als aktiver Verwaltungsratspräsident wahrnehmen?
Ich werde mich den strategischen Fragen annehmen. Es gilt die Firma mittel- und langfristig für die Zukunft gut auszurichten. Ich habe viele Ideen und werde «Innovationen» auch mal ganz anders angehen, ohne dass ich mich ums Tagesgeschäft kümmern muss.

Innovation ist für ein Hightech Kleinunternehmen in der Schweiz die einzige Chance, um zu überleben. Wir müssen immer und immer wieder besser sein als andere. Wir entwickeln, planen und bauen alles in der Schweiz. Dies ist unser Erfolgsmodell, das immer wieder auf harte Proben gestellt wurde.

Wie haben Sie Marc Wymann, den neuen CEO, gefunden?
Als ich zusammen mit meiner Frau anfangs 2021 den finalen Entschluss gefasst habe, die operative Führung abzugeben, haben wir uns Gedanken gemacht, wer in unserem Umfeld für diese Aufgabe in Frage kommen könnte. Jemand Fremdes konnten wir uns nicht vorstellen, weil das Vertrauen doch hoch sein muss. Schnell hat sich der eine oder andere Kandidat herauskristallisiert. Er sollte uns aber nicht «zu nahe» stehen. So blieben zwei Kandidaten übrig, und schlussendlich hat sich dann Marc Wymann durchgesetzt.

Wir kennen Marc Wymann schon lange und unsere Wege haben sich immer wieder gekreuzt. Er ist der ideale Kandidat und wird der IMD zu neuen, guten und «anderen» Impulsen verhelfen, ohne dass er dazu alles verändern muss. Er hat ähnliche, ja sogar oft gleiche Ansichten wie ich und unsere Weltanschauung ist sehr kompatibel. Trotzdem ist er anders, hat andere Stärken und Schwächen als ich, und das ist gut so.

Wie haben Sie ihm erklärt, was ihn in seiner Funktion erwartet?
((lacht)) Das war ein lehrreicher Prozess. Einfach ein Stelleninserat zu schreiben konnte ich mir nicht vorstellen … also habe ich ein paar Wochen lang alle meine Tätigkeiten aufgeschrieben. Diese habe ich dann nach Art der Arbeit, der Häufigkeit, des Bereiches und der Skills, die es zur erfolgreichen Ausführung braucht, aufgelistet. Danach habe ich auch das jeweilige Ziel definiert und mir Gedanken gemacht, ob dies wirklich die Aufgaben des CEO ist oder ob ich das eine oder andere nur mache, weil ich Matthias bin und das Ganze von Anfang an aufgebaut habe.

Ganz ehrlich, ich wusste schon, dass da Tag für Tag viel auf mich zukommt … war aber dann doch überrascht, dass die Liste sehr, sehr lang wurde. Diese Liste konnte ich dann mit Marc durchgehen, ihm alles erklären und hinterfragen.

Können Sie als Firmengründer loslassen?
((überlegt)) Ja, das kann ich. 25 Jahre sind eine lange Zeit und haben sehr, sehr viel Energie gekostet. 2008 war ich in einer ähnlichen Situation, als ich realisiert habe, dass die Firma nicht nur von mir abhängen kann. Damals habe ich die Geschäftsleitung mit 4 Kollegen erweitert. Das war ein Meilenstein in der Entwicklung der Firma. Ich konnte schon damals die Kollegen in ihrem Bereich ihren Job machen lassen und habe auch kein Problem, wenn jemand Sachen anders macht. Schlussendlich geht es um die Grundwerte der Firma, und diese DNA ist tief verwurzelt.

Wie sehen Sie Ihre Rolle in den nächsten Monaten?
Übergeben, übergeben und nochmals übergeben: Es geht darum, meinen Nachfolger, Marc Wymann, in die DNA der IMD einzuführen. Wir planen in den ersten 3 Monaten, dass er mich begleitet und einfach sieht, wie und warum ich Dinge tue und angehe.

In rund 3 Monaten soll er dann übernehmen; in den folgenden 3 Monaten stehe ich zur Seite und werde noch unterstützen. Danach ist es wichtig, dass ich ihm das «Spielfeld» überlasse und mich von der operativen Führung ganz zurückziehe.

Auf was freuen Sie sich besonders?
Wieder mal so richtig Zeit zu haben, Dinge anzugehen, ohne den operativen Druck. Ja, darauf freue ich mich wirklich sehr. Ich bin nicht der «Liegestuhl-Typ». Ich liebe es, Neues anzureissen und umzusetzen. Innovativ zu sein, ist mein Antrieb. Dinge besonders gut und pfiffig zu lösen, Komplexes einfach aussehen zu lassen und immer wieder zu hinterfragen, ob es nicht noch besser geht … das macht mir grossen Spass und ist meine Leidenschaft.

Im Porträt: Marc Wymann, angehender CEO von IMD AG

Wer tritt in die grossen Fussstapfen des Firmengründers Matthias Hermle? Im Interview lernen wir Marc Wymann etwas besser kennen.

Die IMD-Familie erwartet Marc Wymann, den angehenden CEO mit Spannung! Was bringt er mit? Wie denkt er? Was hat er vor? Viele Fragen – hier im Interview gibts erste Antworten von Marc Wymann.

Marc Wymann tritt am 1. November 2021 die Funktion als neuer CEO der IMD AG an. Nach einer Übergangszeit von 3 Monaten wird er die operative Geschäftsführung von Firmengründer Matthias Hermle übernehmen. Matthias Hermle wird sich dann verstärkt dem strategischen Bereich als aktiver Verwaltungsratspräsident der IMD AG und der CAPrint AG widmen und Innovationen vorantreiben. Da dürfen wir noch viele Innovationen erwarten, wenn Matthias Hermle wieder mehr Zeit hat, sich dieser Leidenschaft zu widmen.

Marc Wymann, angehender CEO IMD AG

«Ich komme nicht um alles auf den Kopf zu stellen, ich komme, um das Bestehende zu begleiten und weiterzuentwickeln.»

Interview mit Marc Wymann:

Sie treten in grosse Fussstapfen bei IMD!
Oh ja, das ist mir bewusst! Ich übernehme die Aufgaben, die bisher der Firmengründer, Matthias Hermle, mit enorm viel Herzblut erfüllt hat. Das sind grosse Fussstapfen. Umso mehr freut es mich, dass Matthias auch weiterhin der Firma zur Seite steht, wenn auch in einer etwas anderen Rolle, und mir wo nötig mit Rat und Tat zur Seite steht.

Was erwartet Sie in Ihrer neuen Aufgabe als CEO bei IMD?
Wie ich das im Bewerbungsprozess wahrgenommen habe, erwartet mich einerseits eine «Familie» mit einer grossartigen Kultur, Mitarbeitende mit grosser Leidenschaft für unsere Produkte und viel Engagement, welches sie täglich in ihre Arbeit stecken. Andererseits erwarten mich persönliche, neue Herausforderungen. Neue Mitarbeitende, neue Prozesse, neue Produkte sowie neue Kunden. Ich freue mich sehr darauf, all das Neue kennenzulernen, mich damit auseinanderzusetzen, mit meinem bestehenden Wissen und meinen Erfahrungen aus den verschiedenen Bereichen zu verknüpfen und damit die IMD erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Welche Werte sind Ihnen besonders wichtig?
Neben den, aus meiner Sicht, wichtigen Grundwerten wie Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit und Respekt braucht es in meinem Führungsverständnis auch Werte wie Authentizität, Eigenverantwortung, Begeisterung, Professionalität, Mut sowie eine gute Portion Humor. Dies alles begleitet mit dem «XMV», dem gesunden Menschenverstand. Diese Werte versuche ich in meiner täglichen Arbeit vorzuleben, aber auch einzufordern.

Geben Sie uns noch einen Einblick in Ihren Werdegang?
Der Start bei der IMD ist für mich vergleichbar mit einem Heimkommen. Ich startete meine Reise vor rund 30 Jahren in der Anlagenbau-Industrie als Elektroniker und kaufmännischer Angestellter. Diese grundlegend unterschiedlichen Ausbildungen öffneten mir die Tür zum Produktmanagement in der Telekom-Industrie, in welcher ich Erfahrungen in den Bereichen Produkte-Design, Produktion und internationale Vermarktung sammeln konnte. Nach weiteren Ausbildungen im Bereich Marketing und Betriebswirtschaft erhielt ich die Möglichkeit, mein erstes Team im Bereich Produkte-Marketing zu führen.

Da mir die persönliche Weiterentwicklung wichtig ist, entschied ich mich etwas später, ganz an die Verkaufsfront zu gehen und wurde Verkaufsleiter in einem Filial-System. Mir wurde je länger je mehr bewusst, dass mir die Führung und Entwicklung von Menschen liegt und Spass macht. So war ich nun die letzten rund 15 Jahre als Verkaufsleiter in verschiedenen Branchen und Konzernen unterwegs und durfte viele spannende Erfahrungen sammeln.
Nun komme ich zurück zu einem KMU, in eine Branche, die ich vor langer Zeit für meinen Berufsstart ausgewählt habe, zu Menschen, die ich zum Teil noch aus dieser Zeit kenne, zur IMD die mich seit dem Moment, als Matthias sie gegründet hat, fasziniert – ein Heimkommen.

Wo tanken Sie die Energie für die bevorstehenden Herausforderungen?
Ich habe das Glück, dass ich nicht unmittelbar vom alten in den neuen Job wechsle und mir rund 3 Wochen Zeit bleiben, um mich auf den Start bei der IMD vorzubereiten. Danach werden, wie bisher, meine Familie, meine verschiedenen Engagements in Sport-Vereinen und «Me-Time» bei einem spannenden Buch und einer guten Tasse Kaffee oder Tee meine Energiequellen sein. Das tägliche Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu spüren und gemeinsam Erfolge zu feiern, gibt mir dann die Extra-Power, um diese Herausforderungen zu meistern.

Welche Erfahrungen aus Ihren Tätigkeiten bei Grosskonzernen werden Ihnen in der neuen Rolle als CEO eines KMU hilfreich sein?
Ich durfte in den Grosskonzernen gute wie auch weniger gute Erfahrungen sammeln, die mich sicherlich geprägt haben und welche ich als Person in die IMD einbringen werde. Ganz konkret werde ich jedoch die Erfahrungen meiner Führungsarbeit mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen mitnehmen. Denn da gibt es keinen Unterschied zwischen Grosskonzern und KMU: Der Mitarbeiter ist das wichtigste Gut, welches ein Unternehmen hat. Und dieses Gut gilt es bestmöglich zu pflegen und mit ehrlicher Wertschätzung zu behandeln.